Neuer Partner in Nepal (Stand April 2021)

Seit April 2021 hat die Nepal Kinderhilfe e.V. einen neuen Partner in Nepal: Himalayan Trust Nepal.

Diesen möchten wir an dieser Stelle einmal näher vorstellen:

Gründungsvater der Organisation war kein geringerer als Sir Edmund Hillary – der Erstbezwinger des Mt. Everest. Durch seine vielen Nepalbesuche hatte er eine innige Beziehung zur Nepalesischen Bevölkerung. Der Erzählung nach hatte er einen Sherpa-Freund gefragt, wie er helfen könne. Dieser erklärte: „Unsere Kinder haben Augen, können aber nicht sehen. Öffne Ihnen die Augen, indem du Ihnen eine Schule baust“. Umgehend begann Hillary Gelder zu sammeln und baute 1961 die erste Schule im Everest Gebiet – Khumjung. Um weitere Gelder zu sammeln und Schulen errichten zu können gründete er 1963 den Himalayan Trust als Nichtregierungsorganisation (NGO) in Neuseeland. Aus dem nepalesischen Beiratsteam gründete sich 2005 der Himalayan Trust Nepal.

Der Himalayan Trust Nepal setzt sich für eine ganzheitliche, von der Gemeinschaft geleitete nachhaltige Bergentwicklung ein, die von der Vision von Sir Edmund Hillary und seinen Sherpa-Freunden in der Everest-Region geleitet wird. Himalayan Trust Nepal unterstützt Programme in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur, Umwelt und Lebensunterhalt durch einen integrativen, innovativen und lokal angetriebenen Ansatz. Hauptschwerpunkt ist dabei weiterhin die Everestregion und hier der Distrikt Solukhumbu.

Zu unserer Partnerschaft, die am 1. April 2021 offiziell gestartet ist, sagt Dr. Mingma Norbu Sherpa (Chief Executive Officer, Himalayan Trust Nepal): „Ich freue mich sehr, mit der Nepal Kinderhilfe, einer deutschen None Profit Organisation, zusammenzuarbeiten. Die Ziele und Missionen von Himalayan Trust Nepal und Nepal Kinderhilfe e.V. haben Gemeinsamkeiten: Bergkinder zu erziehen und ihnen zu helfen, ihre Lebensgrundlagen zu verbessern. Mit dem neuen Partnerschaftsabkommen, das wir unterzeichnet haben, hoffen wir, dass wir das Leben vieler Kinder im nepalesischen Himalaya verändern können. Im Namen des Himalayan Trust Nepal bedanke ich mich beim Vorstand der Kinderhilfe Nepal für die Zusammenarbeit mit uns und bei den Spendern für die Unterstützung von Hunderten von Bergkindern.“

Die erste große Aufgabe für die Mitarbeiter unseren neuen Partner bestand darin, all unsere Partnerschulen sowie Patenkinder aufzusuchen, um sich ein Bild zu verschaffen und dann mit uns den Haushalt für das neue Schuljahr 2021/2022 zu verabschieden.

Wie Sie sehen, haben wir einen starken Partner gefunden. Gemeinsamkeiten gibt es nicht nur bei Zielen und Mission. Auch unser Verein wurde 2005 gegründet. Und auch unser Gründungsvater hatte aufgrund vieler Nepalreisen das Bedürfnis zu helfen. So wie sich Himalayan Trust Nepal von seiner ursprünglichen Organisation abgesplittert hat, haben sich auch bei uns bedeutende Änderungen in Vorstand, Beirat und Satzung ergeben. Aufgrund der vielen Ähnlichkeiten und den positiven Erfahrungen aus der nun 3-monatigen Einarbeitungs- und Übergangsphase sehen wir mit Freude der Zusammenarbeit mit unserem neuen Partner entgegen und freuen uns in der Zukunft ggf. auch auf neue Projekte. Natürlich zählen wir dabei weiterhin auf Ihre Unterstützung!

Wenn Sie neugierig sind, warum wir einen neuen Partner brauchten und wie wir bei der Partnerwahl vorgegangen sind, können Sie dies nachlesen in unserem Artikel Interview mit Monika Gehrke

Geschichte:

Seit der Gründung der stand ein Verein in Nepal im Mittelpunkt unserer Hilfen, der gebraucht wurde, um die Arbeit vor Ort für die Nepal Kinderhilfe durchzuführen. Dieser Verein wurde im November 2005 als Nichtregierungsorganisation mit dem Namen Mandala Welfare Society gegründet. Geleitet wurde der Verein von MimLal Shrestha. MimLal leitete gleichzeitig das Kinderhaus der Nepal Kinderhilfe in Budhanilkantha, worin er auch mit seiner Familie lebte. Jetzt wurde das Kinderhaus wegen des Endes des Mietvertrages geschlossen. Eine Verlängerung dieses Vertrages war nicht mehr möglich. MimLal Shresta hat nach Schließung des Kinderhauses angekündigt, dass er sich beruflich anderweitig orientieren möchte. Wir haben dies bedauert, respektieren aber natürlich seinen Wunsch, besonders aufgrund seines jahrzehntelangen Engagements und der Leitung des Kinderhauses.

Print Friendly, PDF & Email