Jürgen RichterichMein Name ist Jürgen Richterich, Gründer und Vorsitzender der Nepal Kinderhilfe e.V..
 
Als wir im Jahr 2005 angefangen haben, Kindern in Nepal den Zugang zur Schulbildung zu ermöglichen, war das staatliche Schulsystem so desolat, dass eine ordentliche Bildung nur über das Angebot der Privatschulen möglich war. Heute sehen wir erste Erfolge, das staatliche Schulsystem mit Unterstützung des Schul- und Sozialministeriums zu verbessern. Das gibt auch uns die Gelegenheit Kinder zu unterstützen, die eine staatliche Schule besuchen möchten. Gerade in den ländlichen Gebieten sind die staatlichen Schulen die einzige Möglichkeit, Bildung zu vermitteln. Für die Privatschulen sind die ländlichen Gebiet nicht attraktiv genung.
 
In Nepal ist es Tradition, dass ein Schüler eine Schuluniform tragen muss, soll er eine Schule besuchen können. Diese schöne Tradition hat aber auch eine dunkle Seite, denn viele Eltern können nicht einmal diese Kosten aufbringen, geschweige denn die Kosten für die Schulbücher, Hefte oder das Schreibzeug. Somit haben diese Kinder keine Gelegenheit, eine selbst kostenlose, staatliche Schule zu besuchen.
 
Hier soll mein Projekt ansetzen und Spendengelder erwirtschaften, mit deren Hilfe Kinder mit der notwendigen Grundausstattung versorgt werden - der "Schlüssel zur Bildung".

Wie bereits in der Grundidee des Projektes erwähnt, wenden wir uns in erster Linie an die Kinder und Eltern, die nicht die Vorteile einer bereits guten Infrastruktur im städtischen Umfeld genießen können, sondern mit den einfachsten Bedingungen im ländlichen Raum oder in den menschenunwürdigen Bedingungen industrialisierter Räume auskommen müssen.

In dieser Umgebung ist die Möglichkeit Geld zu verdienen noch eingeschränkter als in der Stadt und demnach fällt es den Eltern auch schwerer, den finanziellen Aufwand für die obligatorische Schuluniform, die Bücher, Hefte und das Schreibzeug zu erwirtschaften.

Oftmals ist es existentiell viel wichtiger, wenn die Eltern in erster Linie die täglichen Mahlzeiten für die Familie sicherstellen.

Aus diesem Grund bleiben viele Kinder einer Schule fern, obwohl auch in den abgelegenen Gebieten Nepals durchaus Schulen existieren, die zumindest den Anspruch erheben, Kinder aus dem Analphabetentum zu führen.

Diesen Kindern wollen wir die Möglichkeit eröffnen, mit unserer Hilfe den "Schlüsssel zur Bildung" zu erhalten, in dem wir die notwendige Grundausstattung für ein Schuljahr sicherstellen.

 

Die Bedingungen und der Bedarf sind von Schule zu Schule, von Projektgebiet zu Projektgebiet mit Sicherheit unterschiedlich. Auf jeden Fall möchten wir die angehenden Schüler mit den grundlegenden Dingen für ein Schuljahr ausstatten:

  • die Schuluniform,
  • die Schuhe,
  • die Schultasche,
  • die Bücher,
  • die Hefte,
  • das Schreibzeug.

Die laufenden Kosten werden von unser Organisation vor Ort direkt mit den entsprechenden Schulen verrechnet. Die Spenden werden nicht an die Eltern gezahlt, um diese nicht in Versuchung zu bringen, anderweitige Bedürfnisse damit decken zu können.

Mag sein, dass die ein oder andere Leistung hinzukommt, vielleicht ergibt sich auch die Möglichkeit, eine medizinische Absicherung zu gewähren oder andere, wichtige Dinge.

Wir möchten die Zuwendungen kostenmäßig nicht festlegen. Ihre Spende in beliebiger Höhe ist gerne gesehen. Je mehr Spenden wir erhalten, je mehr Kinder können wir in unseren Projektgebieten unterstützen.

Ein Hinweis mag wohl dienlich sein, damit Sie die mittleren Kosten für die oben genannten Leistungen einordnen können. Eins solche Ausstattung kostet im Schuljahr ca. 50 Euro pro Schüler.

Diese Kosten sind gemessen an den Kosten für eine Ausbildung an Privatschulen wesentlich geringer und aus diesem Grund glauben und hoffen wir auch, dass wir eine große Anzahl Spender finden, die bereit sind, diesen Beitrag für ein Kind zu leisten oder aber auch Spender zu finden, die einen durchaus höheren Betrag bereit sind zu spenden um damit einer größeren Anzahl von Kindern den "Schlüssel zur Bildung" in die Hand legen zu können.

Khudi Khola Sukumbashi wurde etwa im Jahr 2000 für sehr arme Familien gegründet. Heute leben dort etwa 1.100 Familien (60% Frauen, 40% Männer). Die südöstlich von Pokhara liegende Siedlung erstreckt sich über eine Länge von fast 10 Kilometern entlang des Khudi Flusses und ist in 7 Abschnitte unterteilt, sogenannte „Tole“. Tole 1 und 2 sind die der Hauptstraße, dem Prithivi Highway, nächst gelegenen. Dort leben etwa 300 Kinder im Alter bis zu 15 Jahren.

Wir haben die ärmsten Familien besucht, deren Kinder aus besagten Gründen nicht die Schule besuchen können und haben erst einmal 11 Kinder ausgesucht, die ab dem neuen Schuljahr 2014 von uns gefördert werden.

Die Kinder am Khudi Khola

Im Abschnitt 1 und 2 gibt es nur 253 Häuser, sie liegen auf einer Höhe von etwa 675 Meter über dem Meeresspiegel. Etwa 1000 Menschen leben dort, ca. 300 Kinder im Alter von 4 – 15 Jahren.

Die meisten dort lebenden Menschen verdienen ihren Lohn als Bauarbeiter oder als Helfer, die im Tal des Khudi Khola Steine und Sand sammeln. Etwa 10% der Bevölkerung, meistens Frauen, arbeiten in Dubai, Malaysia oder Qatar als Hausangestellte.

Die dort lebenden Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze und können ihre Familien nicht einmal mit ausreichender und ausgewogener Nahrung oder notwendiger Bekleidung versorgen. Die Menschen haben keinen Grundbesitz und sind als Heimatlose hier nur geduldet.

Die einfachen Häuser sind in schlechtem Zustand, eng und ohne jegliche Versorgungseinrichtungen.

Die Menschen müssen vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang arbeiten. Urlaub kennt man nicht, selbst an den Wochenenden wird gearbeitet.

Etwa 1 Kilometer von der Siedlung entfernt gibt es eine staatliche Krankenstation (Nagar Swasthya Kendra), die unentgeltlich besucht werden kann. Die Menschen leiden unter Erkältungen, Viruserkrankungen, Fieber, Durchfall und Krätze. Die Lebenserwartung liegt bei etwa 60 bis 65 Jahren.

In der Nähe der Siedlung gibt es den ein oder anderen kleinen Laden, in denen die nötigsten Dinge des täglichen Gebrauchs (Reis, Öl, Kekse, Nudeln, Gewürze, Gemüse, etc.) eingekauft werden können.

Die Siedlung liegt nahe an der Hauptstraße (Prithivi Highway) von Kathmandu kommend in Richtung Pokhara. Ein Krankenwagen, die Polizei oder Müllfahrzeuge können die Siedlung erreichen.

Über 8 Monate im Jahr liegt die Temperatur bei etwa 35° C, 4 Monate lang, im Winter, bei etwa 10° C.

Etwa 1 Kilometer von der Siedlung entfernt liegt die Shree Himalayan Lower Secondary School, eine staatliche Schule. Die Higher Secondary School liegt 5 Kilometer entfernt, dort könnten Schüler die Klassen 9 – 12 besuchen.

Etwa 250 Kinder aus Sukumbashi , im Alter von 4 – 15 Jahren, könnten die Shree Himalayan Lower Secondary School besuchen, wenn sie notwendigen Schulmaterialien beschaffen könnten (Bücher, Hefte, Schreibzeug). Auch die obligatorische Schuluniform muss von den Familien selbst bezahlt werden. Das ist für viele Familien unbezahlbar und der Schulbesuch damit unmöglich.

Vor einigen Jahren wurde die Schule temporär durch den Lions Club von Gandaki und dem Himalayan Club von Japan unterstützt. Diese Unterstützung ist aber nur von kurzer Dauer gewesen.

Bei unserem letzten Besuch in Pokhara hat man uns von Seiten des Sozialministeriums auf diesen Notstand hingewiesen und wir wurden gebeten, uns ein Bild über die Lage der dort lebenden Familien zu machen. Auf dem Rückweg von Pokhara nach Kathmandu haben unsere Mitarbeiter die Lage vor Ort in Augenschein genommen und dokumentiert. Ebenso haben wir nachträglich recherchiert und wurden von Sanisha Shrestha unterstützt, die hier in Deutschland lebt, und die ihre Freunde in der Nähe von Pokhara aktiviert hat, unsere Informationen zu vervollständigen.

Dank Lorenz Thöle, der zu seinem Geburtstag auf Geschenke in der üblichen Art verzichtet hat, haben seine Gäste gespendet und er konnte damit 12 weiteren Kindern in der Siedlung am Khudi Khola die Einschulung ermöglichen.

12 Kinder - 1 Geburtstag

Die Kinder wurden bereits ausgewählt und mit allem ausgestattet, was für ein Schuljahr erforderlich ist. Die obligatorische Schuluniform wurde beim Schneider in Auftrag gegeben, Schuhe, Strümpfe, Pullover, Schultasche, Bücher, Hefte und Stifte wurden eingekauft.

Ein ganz großer Tag für diese Kinder und ihre Eltern, die wirklich in unvorstellbarer Armut leben und die mit der Hilfe von Lorenz Thöle nun den ersten Schritt in eine bessere Zukunft machen konnten.

12 Kinder - 1 Geburtstag

Damit die von uns unterstützten Kinder auch dauerhaft gefördert werden können und die Zahl der geförderten Schützlinge vielleicht sogar wachsen kann, benötigen wir auch weiterhin Ihre Hilfe.

Wir bieten Ihnen zwei Möglichkeiten an, für "Schlüssel zur Bildung" zu spenden:

1. Ihre Überweisung an:

Bankname : Volksbank Viersen eG
Konto : 20 12 15 10 15
BLZ : 314 602 90
IBAN : DE18314602902012151015
SWIFT / BIC : GENODED1VSN
Kennwort : Schlüssel zur Bildung
 
Wichtig : Denken Sie daran Ihre Adresse anzugeben, falls Sie eine Zuwendungsbescheinigung benötigen.

2. Sicher und einfach über unser Spendenportal: